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Feuerungskontrollen/Kaminfeger

Überall wo Wärme aus dem Verbrennen von Öl, Gas, Holz, Kohle und weiteren brennbaren Stoffen gewonnen wird, entstehen Abgase. Damit diese Verbrennungsprozesse die Luft nicht übermässig belasten bestehen technische Vorgaben an diese Anlagen.

Gesetzliche Grundlagen
Das Umweltschutzgesetz sieht vor, dass als besondere Vollzugsmassnahme periodische Kontrollen vorgenommen werden, namentlich bei Ölfeuerungen (Art 45).

Die Luftreinhalte-Verordnung konkretisiert diese Vorgaben, indem sie einerseits eine Typenprüfung für jede neue serienmässig auf den Markt gebrachte Feuerungsanlage für Gas oder Öl verlangt (Art 20) und andererseits bei Inbetriebnahme und alle zwei Jahre eine Kontrolle der Abgase und der Energieeffizienz vorschreibt (Art.13).

Feuerungstypen
Zum Festlegen von sachgerechten Anforderungen an die Feuerungen werden diese nach Brennstoff und Leistungsfähigkeit in Kategorien unterteilt. Praxisrelevant sind die folgenden vier Kategorien:
a) Öl- und Gasfeuerungen bis 350 kW
b) Öl- und Gasfeuerungen ab 350 kW
c) Holzfeuerungen bis 70 kW
d) Holzfeuerungen ab 70 kW

Feuerungen in Industrie und Gewerbe
In Industrie und Gewerbe werden vorwiegend grössere Öl- und Gasfeuerungen ab 350 kW bzw. grössere Holzfeuerungen ab 70 kW eingesetzt. Diese müssen in der Regel alle drei Jahre abgastechnisch untersucht werden. Dabei kommen aufwändigere Messungen zur Anwendung, was dem erhöhten Abgasausstoss solcher Anlagen Rechnung trägt.

Feuerungen in Haushalten
In Haushalten werden vorwiegend kleinere Öl- und Gasfeuerungen bis 350 kW bzw. kleinere Holzfeuerungen bis 70 kW eingesetzt.

Die Holzfeuerungen müssen in der Regel nicht untersucht werden. Es darf nur unbehandeltes Holz oder bindmittelfreie Briquetts verbrannt werden. Das Verbrennen von Abfällen ist strikte verboten. Papier darf nur zum Anfeuern eingesetzt werden

Die Öl- und Gasfeuerungen müssen alle zwei Jahre mit einfachen Messgeräten kontrolliert werden. Feuerungen die nach 1992 in Verkehr gebracht wurden, müssen über eine Typenprüfung verfügen.

Feuerungskontrolle in Haushalten
Bei der zweijährlichen Kontrolle wird als stellvertretender Schadstoff das Kohlenmonoxid gemessen. Auch der Russgehalt der Abluft wird bestimmt. Ein wichtiger Messpunkt ist auch die Energieeffizienz der Feuerung.

Sind alle Messparameter im Bereich der gesetzlichen Vorgaben, so gilt die Feuerung als gesetzeskonform. Andernfalls wird eine Sanierung der Feuerung verlangt, welche in der Regel in 3-5 Jahren zu erfolgen hat.

Die Messungen dürfen nur von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden. Das AfU prüft die Qualifikation von Fachleuten und führt eine Liste der zugelassen Fachleute. Diese verfügen über speziell für diese Zweck hergestellte und zertifizierte Messgeräte, die einmal im Jahr bei für diesen Zweck zertifizierten Labors kalibriert werden müssen.

Für den administrativen Aufwand der zweijährlichen Messung wird den Messberechtigten zur Zeit vierzig Franken in Rechnung gestellt, welche diese den Anlagenbesitzern weiter verrechnen. Als Beleg wird eine Vignette abgegeben. Diese Vignette wird von der Geschäftsstelle Feuerungskontrolle (GFK) verkauft. Die GFK organisiert und koordiniert für die Zentralschweizer Kantone Luzern, Schwyz, Zug und Uri die Materialbewirtschaftung, die Qualitätskontrolle und die Weiterbildung der Kontrolleure.
Informationen zu dieser Lebenslage auf der Webseite:
zugehörige Dienstleistungen: Feuerungskontrolle
zuständig: Umweltschutz
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